Sonntag, 16. September 2012

Wir häkeln einen String-Tanga




für Ulla oder wie das Mekka wirklich war … - nein das klingt jetzt schlimmer als es ist und das wäre nur ein Notfallplan gewesen – einer von vielen?

Lassen wir den Tag Revue passieren:
6:30 Uhr – alles ruhig in Strolchenhausen, ein Wecker klingelt, ein Strolch erwacht.
bis 7:35 Uhr – Gepolter in Strolchenhausen – ein Strolch rüstet sich für die Reise zum Mekka – habe ich alles eingepackt? Nusskuchen ist da, Kaffee ist da, Mettwürstchen sind da, Getränke auch. Geld, Telflon, Frau Susi – echt ich hab alles *freu*
7:37 Uhr  - das Strolchenmännchen findet bei der Verabschiedung eine ‚Speckrolle‘ am Strolch *kreisch*
7:45 Uhr – Kurz an die Tankstelle und dem Murmel-Urmel  noch das letzte Futter geben und wundern, warum die Tanknadel sich nicht nach oben bewegt – egal, ich war mir sicher, dass der Tank voll ist und so fuhr ich auf die Autobahn und grinste, als die Tanknadel, die normal ja nach unten wandert, langsam nach oben stieg (das nennt mal spritsparend fahren, oder) Irgendwo auf der Reise – da war die Sache mit dem Vergessen: - ein paar bequemere Ersatzschuhe standen noch zu Hause – egal, Schuhe werden überbewertet (und meine Füsse haben überlebt, vermutlich hatte ich die 3.-bequemsten Schuhe von Strolchenhausen an *lach*.
8:57 Uhr – runter von der Autobahn – und wer muss mal für kleine KönigstigerInnen – richtig, der Strolch, Susi sagt, wir wären in 8 Minuten an der Halle, prima, das klappt gerade so. 5 Minuten später waren es noch immer 8 Minuten, richtig – da waren ein paar rote Ampeln.
9:10 Uhr – Ankunft an der Halle – Sorry Susi, du fliegst jetzt mal ins Handschuhfach, sonst gibt es hier eine Pfütze. Eine Frau schaute total irritiert und meinte, ich wäre schon auf der Flucht, nein gute Frau, ich muss mal – war das eine Erleichterung *puhhh*. Der Blick auf die unteren Parkreihen verriet mir jetzt mit klarem Blick, dass ich die einmalige Chance nutzen sollte, das Auto dieses Jahr einmal so günstig umzuparken, dass ich keine weiten Laufwege von der Halle habe. Apropros, woran erkennt man, dass das Mekka eine vorwiegend von Frauen besuchte Veranstaltung ist – klar, an der Art und Weise wie geparkt wird – meine Nebenfrau parkte mittig auf 2 Parkplätze, selbiges konnte man neben der Omi erkennen und ehrlich – ich parke gelegentlich schon dämlich ein (wir erinnern uns jetzt bitte nicht an ein Mekka mit Übernachtung), aber das war schon fast unverschämt.
9:25 Uhr - *grübelüberlegt* - bin ich wirklich am richtigen Wochenende hier, ist das Mekka dieses Jahr vielleicht woanders – 15 Minuten an der Halle und noch kein bekanntes Gesicht, das gibt es nicht.
9:27 Uhr – endlich, da waren BiBa und Irishteddy und wiesen mit der Hand in eine Richtung und schon hörte ich die Objekte meiner Begierde: Omi und Fixi, Kalli und Anne – kurz begrüßungsgeknuddelt, Autos umgepackt (den Platz den Kallis Smart jetzt weniger hatte, den hatte ich mehr *smile*.
10:00 Uhr – die Halle öffnet –na und, bleiben wir gemütlich sitzen, denn so groß war der Andrang diesmal wirklich nicht. Und so zogen wir Mal um Mal unsere Runden, klar, man findet wirklich immer was, aber begeisternd ist anders .
12:00 Uhr – Mittagspause – dabei stellen wir fest, das Ulla hätte theoretisch gesehen statt früh nach Hause fahren zu müssen durchaus auch hätte mit zu mir fahren können und bei mir übernachtet hätte, dann hätte sie mit uns Essen gehen können, denn die Runde für Abends schrumpfte durch Kallis Erkältung leider auf die Größe von 3 Hofhühner zusammen . Ullas Einwand, sie hätte jetzt keine Wäsche zum Wechseln dabei hätten wir aber durchaus lösen können, warum hätte ich auch sonst viel zu dicke Kordel kaufen sollen und so ein String-Tanga ist doch schnell gehäkelt, aber nein, Ulla wollte das nicht und somit bleibe ich auf meiner Kordel sitzen.
13:15 Uhr – Frau Fixi riecht den Kuchen und überredet mich, doch ihre Kaffeepause vorzuziehen – warum also nicht. Zwischendrin haben wir ein wenig im neuen Direktstempel-Vertriebskatalog geblättert – der war echt besser als das Angebot an machen Ständen. Nachdem Frau Fixi mit Kaffee, Kuchen und einem Stück Mettwurst gnädig gestimmt und gesättet war, sind wir wieder in die heiligen Halle verschwunden.
14:00 Uhr – der Hahn kräht – oder neudeutsch dat Handy klingelt – wer isses wohl: Die Omi.
„Du Strolchi, Fixi hat gesagt, es gäbe um 14 Uhr Kaffee und Kuchen“ – nööö Omi, falsch gedacht, Fixis 14 Uhr war bereits um 13:15 Uhr, waurm sagst du nicht einfach, dass du jetzt Hunger hast *lach*. Nun ja, der Versuch war nett, also haben wir versucht Kalli und Anne einzufangen, die noch kurz aufs Klo gehen wollten, aber als sie nach über 10 Minuten noch nicht aufgetaucht sind, da wurde es der Omi zu bunt und der Anruf verriet uns, dass die beiden einfach an uns vorbei zum Auto gegangen waren – klar, wir hätten uns auch besser auf die Sichtseite des Pfeilers setzen sollen und nicht dahinter. Schnell waren die Kaffeekannen und Kuchendose von Auto 1 zu Auto 3 transportiert und wir hatten eine nette Kaffeerunde im Kofferraum.
Der Nachmittag schlicht dahin, kurz vor Ende noch die letzten Runden gedreht und vor lauter Verzweiflung in der Apotheke des Veranstalters gewühlt und wie groß muss die Verzweiflung des erfahrenen Stemplers sein, wenn man dort einkauft – ich habe es getan und ehrlich – es war ein Kauf aus Liebe.
17:30 Uhr – auf zu Toto, wir haben Hunger, Durst und Heimweh. Wenn sich 3 Stempler so lange kennen wir Beate, Fixi und ich, da kann es am Tisch sogar ruhig von statten gehen und die Müdigkeit eines langen Tages merkt man daran, wenn  man fast noch im Hellen nach Hause fährt.
Die Rückfahrt war unkompliziert (die Tanknadel steht jetzt übrigens auch wieder da, wo sie stehen sollte) und um 21:30 Uhr war ich wieder zu Hause – O-Ton des Strolchenmännchens: „War es nicht schön *besorgtguck*, du bist so früh zu Hause.
Nun ja, dafür durfte ich die Hasenkinder noch füttern (wollte ich gerade machen sagt das Strolchenmännchen *lach*) und ins Bett. Der Tag vom Stolchenmännchen mit den Hasenkindern klappte übrigens recht gut – den Blick „Wer sind sie, was wollen sie, wo ist unser Frauchen“ kann ich mir allerdings lebhaft vorstellen, denn genau dieser wurde verteilt, als der Käfig geöffnet wurde.

Das war jetzt genug Geblubber für heute und jetzt kommt ein kurzes Fazit: Alleine zum Stempelkaufen lohnt sich das Mekka leider nicht mehr, die Würze eines schönen Tages ist, das man liebgewonnene Freundinnen in den Arm nehmen und mit ihnen lachen darf und so geht mein ganz spezieller Dank an die Omi, Frau Fixi, Kalli und Anne, an Iris, Biba und die Mädels aus der Stempelecke und natürlich an die liebe Ulla – ich verzeihe dir, dass du meinen Stringtanga niemals tragen willst.



Die größeren deutschen Aussteller sollten langsam leider ihr Konzept überdenken und entweder etwas freundlicher werden und bessere Ware mitbringen - vermutlich bin ich heute wohl auch nicht mehr so vernarrte, dass ich mir überfüllte Stände für Ware antue, die ich im Online-Shop zum gleichen Preis erwerben könnte. - Kleinere ausländische Stände wie z. B. Reprint und Ludiec haben da deutlich mehr Spaß gemacht, denn da stimmten Angebot/Preis, Platz und die Freundlichkeit überein.

Und jetzt kommt ein Hauch von Beutefoto

 


 

Ach nee, das waren die strafenden Blicke der Hauptpersonen 

Hier ist die Teilbeute - kleinere unmontierte Stempelgummis seht ihr auf den nächsten Karten, die sind der Verpackung nämlich schon entrissen und montiert


 

Kommentare:

Biene34 hat gesagt…

Biggi, ich könnte noch Stunden weiter lesen, herrlich ....

LG Sabine

Ulla hat gesagt…

puh, mir wurde bei den ersten Zeilen ganz anders, war aber dann am Ende des Berichtes doch beruhigt, dass ich mir nicht so ein Dingen (gerne würde ich hier einen anderen Begriff benutzen, aber meine gute Erziehung, verbietet es mir) tragen muss. Ja, ich bin mit Dir einer Meinung, an den beiden erwähnten Ständen habe ich mich gerne in die Schlange eingereiht, aber bei der Apotheke habe ich überhaupt nicht geguckt, war ja auch wohl kein großer Verlust. Es war schön, Dich zu sehen.
Liebe Grüße
Ulla

Annette hat gesagt…

Einfach herrlich Dein Bericht, ich könnt ein ganzes Buch von Dir lesen!
Bin ich beruhigt, daß mir der Weg dorthin viel zu weit ist und von den Kosten dafür ganz zu schweigen. Ich habe es einmal erlebt und das genügt mir.
Das Dingen´s für Ulla hätt ich natürlich gern gesehen, aber wenn sie nicht will, lach!

Vielen Dank Biggi!

LG Annette

stempelomi hat gesagt…

gröööööööhl...genauso war's !
Danke für den schönen Bericht,ich habe noch nicht einmal ausgepackt *kreisch*

LG,Beate

PS Ich könnte glatt ne Kaffeepause mit nem leckeren Stück Kuchen vertragen ...wollste nciht vorbeikommen? *gg*

nitti hat gesagt…

Herrlich Biggi,
Du hättest Autor werden sollen!!!!

Danke für den köstlichen Bericht.

lg
Sigrid

fixi hat gesagt…

Genauso war's- ich schwööööre....

Danke für den tollen Bericht. Alles Liebe fixi

Traumfängerin hat gesagt…

Ich bin mir jetzt nicht sicher, was amüsanter zu lesen ist... Dein Bericht vom Mekka oder Fixi's Eulenbesuch bzw. Froschfoltereien.

Vielen Dank für die anschauliche Schilderung.. war es jetzt gut oder schlecht, dass ich nicht zum Mekka konnte ??? *grübel*

LG
Sonja

Caro *schoki* hat gesagt…

Hach, ich habe mich gefreut, dass wir uns endlich kennenlernen konnten. Und ich hoffe, dass wir uns in dem berühmtberüchtigten Laden in Bonn auch mal in Ruhe über den Weg laufen :)

Ganz liebe Grüße
Caro
*schoki*

Anonym hat gesagt…

Eigentlich wollte ich mit meinen Weihnachtskarten anfangen. Bin dann mal den Umweg über Deinen Blog gegangen, war geschockt, total *heftigstnickend*. Soooo viele W-Karten hast Du schon im Stock? Bin dann am Türkei-Bericht und Dem "Wir häkeln ein Dingens" hängen geblieben. Das war es mit der Bastelei. Mir tut der Bauch weh.
Ach wat isset schön so wirklich richtig ablachen zu können.
Danke Biggi, von ganzem Herzen.

LG von Reni

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